Die Umsetzung

In der Innenstadt ist das historische Untere Schloss seit 2016 das Zuhause der Fakultät III (Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht) der Universität Siegen. In den folgenden Jahren setzte die Universität mit großer Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen weitere Projekte in der Innenstadt erfolgreich um – darunter das Hörsaalzentrum am Schlossplatz und die Innenstadtmensa. 

Die weitere Umsetzung des Projekts „Siegen. Wissen verbindet“ folgt neuen Rahmenbedingungen, auf die sich die Universität eingestellt hat. Grundlage für die bauliche Entwicklung aller Hochschulen in NRW ist seit 2024 die „Neue Masterplanung im Hochschulbau“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft. Einzelne Baumaßnahmen sind in diesem Modell nur noch im Rahmen einer mit dem MKW und dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) abgestimmten Gesamtstrategie für alle universitären Flächen möglich. Genau wie die Universität Siegen haben zahlreiche Hochschulen großes Interesse, in die „Neue Masterplanung Hochschulbau“ aufgenommen zu werden.

Die Universitäten sind zudem angehalten, Büroflächen zu reduzieren. Ab 2026 kommt für neue Bedarfs-Anmeldungen grundsätzlich ein neues Kennwerteverfahren zum Einsatz. Gleichzeitig ist der Flächenbedarf der Universität Siegen in der Folge rückläufiger Studierendenzahlen und der Digitalisierung von Lehre und Verwaltung gesunken, öffentliche Mittel sind knapp. 

Dies führt dazu, dass die weitere Entwicklung in der Innenstadt auf Grund der geänderten externen Rahmenbedingungen länger dauert und in einer anderen Dimension verfolgt werden muss, als vor Jahren ursprünglich geplant.