Verkehrsgutachten

Wenn man mehrere universitäre Standorte an einem Standort konzentrieren möchte, gilt es, den Verkehrsströmen und der Parksituation besonderes Augenmerk zu schenken. Dies gilt umso mehr, wenn der Standort in einer Innenstadt entsteht. Daher hat die Stadt Siegen zwei Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, um die Verkehrssituation in der Siegener Innenstadt im Allgemeinen und die in den Quartieren Friedrichstraße und Löhrtor im Besonderen zu beleuchten.

Drei neue Parkhäuser

Das beinhaltet auch eine Analyse der Situation um den ÖPNV, alternative Verkehrsmittel und den ruhenden Individualverkehr, sprich die Parkmöglichkeiten. Dazu ist geplant, drei neue Parkhäuser zu bauen, um den Verkehr erst gar nicht in die Innenstadt gelangen zu lassen: an der Tiergartenstraße (375 Stellplätze für die Universität Siegen), an der Siegerlandhalle (300) und am unteren Bereich der Melanchthonstraße (60). Speziell von der Siegerlandhalle ist der Innenstadtcampus gut getaktet mit dem ÖPNV zu erreichen. Den Haltestellen am Kölner Tor kommt – aus beiden Richtungen – eine zentrale Bedeutung zu.

Mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer

Der zukünftige Standort Friedrichstraße soll eine hohe Aufenthaltsqualität haben. Hierzu soll der Kraftfahrzeugverkehr eingeschränkt werden, insbesondere um entsprechenden Raum für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Die Friedrichstraße soll zukünftig nicht mehr als Durchgangsstraße fungieren, sondern wird durch den zentralen Anger abgebunden. Aus südlicher wie aus nördlicher Richtung endet die Straße jeweils an diesem zentralen Anger im Bereich der Freitreppe als Verbindung zur Oberstadt. Unterhalb der dort entstehenden Neubauten entstehen zwei Tiefgaragen mit zusammen rund 150 Stellplätzen. Alle umgebenden Bereiche – (Bus-)Bahnhof, Einkaufsmöglichkeiten, Unteres Schloss – können binnen weniger Minuten fußläufig erreicht werden. Auch barrierefrei. Im neuen Hörsaalzentrum an der Friedrichstraße soll die Höhe des Siegbergs mit einem öffentlichen Aufzug überwunden werden können. Der Standort Löhrtor wird vornehmlich über die Straße Löhrtor selbst angefahren. Aber auch aus Richtung Norden über die Straße Obergraben soll man den südlichen Teilcampus erreichen können. Geplant ist, dass der Häutebachweg perspektivisch als Fahrradstraße umgestaltet wird und nur noch für Anlieferverkehr und Anlieger freigegeben ist. Hier sollen für den universitären Pkw-Verkehr im Parkhaus Altstadt 50 Stellplätze zur Verfügung stehen. Im Altstadt-Parkhaus am Löhrtor sind bereits heute 100 Stellplätze für den Betrieb des Campus Unteres Schloss angemietet. Abseits des Individualverkehrs sollen Studierende, Lehrende und Mitarbeitende jedoch das Herz des Innenstadtcampus am Unteren Schloss und das dortige Hörsaalzentrum über neue Wege bequem erreichen können. Unter anderem über einen weiteren öffentlichen Aufzug in der Mensa vom Obergraben aus zur Campusmitte am Unteren Schloss. Das Konzept setzt nicht nur auf eine vermehrte Nutzung des ÖPNV, sondern auch auf die Zunahme der Fahrradnutzung. So sind auf dem gesamten Innenstadt-Campus rund um das Untere Schloss 1.370 Fahrradstellplätze (davon 665 überdacht) vorgesehen, in Fahrradgaragen am Standort Friedrichstraße sowie am Standort Löhrtor. Die digitalisierte Lehre und die zunehmende Nutzung von Homeoffice-Angeboten wird die Verkehrssituation rund um den Innenstadtcampus weiter entschärfen.

Auf einen Blick

  • Neubau von 2 Tiefgaragen am Campus Friedrichstraße (150 Stellplätze) plus Nutzung Altstadt-Parkhaus (100 Stellplätze, bereits jetzt genutzt für den Campus US)
  • Dezentrale Parkhäuser:
    - Tiergartenstraße (375 Stellplätze)
    - Siegerlandhalle (300 Stellplätze)
    - Melanchtonstraße (60 Stellplätze)
  • Insgesamt 1.370 Stellplätze für Fahrräder auf dem Innenstadt-Campus (665 überdacht)
  • 3 Fahrrad-Garagen am Standort Friedrichstraße und Standort Löhrtor
  • Prinzip der „letzten Meile“ -> 1.000 Meter entfernt
  • Mit ÖPNV oder Fahrrädern von den Parkhäusern in die Innenstadt

Die Standorte

Unteres Schloss

Der bisherige Campus Unteres Schloss bildet auch zukünftig das Zentrum des Innenstadt-Campus, der um die Standorte Friedrichstraße und Löhrtor erweitert wird.

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Friedrichstrasse

Die zur Begegnungszone umgestaltete Friedrichstraße weitet sich zu einem Platz, der zudem durch die neue Zuwegung zur Hindenburgstraße und somit zum Fluss Sieg geprägt wird.

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Löhrtor

Dieser Teil des Campus wird die neue „Grüne Lunge“ des universitären Lebens darstellen. Die bisher teilweise überbaute Weiß, ein Nebenfluss der Sieg, wird geöffnet, ökologisch verbessert und zu einem neuen parkähnlichen Grünbereich umgestaltet.

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